
Geschätzte Unternehmerin, werter Unternehmer,
seit mehr als zehn Jahren darf ich Präsident der WK Kärnten sein und bin doch immer wieder erstaunt, welchen Unsinn – auf neudeutsch „Fake News“ – man über die Wirtschaftskammer zu hören bekommt. Dabei gelingt es uns mit guten Argumenten, konsequentem Lobbying und viel Einsatz immer wieder, die Rahmenbedingungen für erfolgreiches Wirtschaften zu verbessern – damit Unternehmer:in sein wieder Freude macht.
Einige besonders beliebte „Fake News“ über die Wirtschaftskammer, ihre Funktionäre und Mitarbeiter haben wir hier zusammengetragen und richtiggestellt. Viel Vergnügen!
Jürgen Mandl, MBA
Präsident der Wirtschaftskammer
Kärnten und Unternehmer wie Sie
Ihre Mitbewerber sehen das offenbar anders. Die WK Kärnten berät ihre Mitgliedsbetriebe nachweislich mehr als 50.000 Mal im Jahr – von A wie Arbeitsrecht bis Z wie Zollformalitäten. Unser Angebot reicht von der flinken Telefonauskunft über das klassische Beratungsgespräch – gerne auch online – bis zur mehrmonatigen Unternehmenshilfe in Krisensituationen. Viele andere Vorteile der Wirtschaftskammer genießen Sie übrigens unbewusst: Ob Sie als EPU von der besseren sozialen Absicherung und Steuerpauschalierung, als Kleinstunternehmer von maßgeschneiderten Förderungen, als Mittelständler von der Entbürokratisierung oder als Grenzgänger von der Exportoffensive profitieren – das alles hat Ihre Wirtschaftskammer für Sie gefordert, verhandelt und umgesetzt. Oder glauben Sie, das wäre der Politik selbst eingefallen?

GREENoneTEC Solarindustrie GmbH, Obmann-Stv. der Sparte Industrie
Ohne die solidarische Beteiligung aller Unternehmen, unabhängig von Branche, Größe oder Rechtsform, übernehmen Politik und Verwaltung jene Aufgaben, die derzeit per Gesetz an die Wirtschaftskammer und damit den Unternehmerinnen und Unternehmern zur Selbstverwaltung übertragen sind: Interessenausgleich, Gesetzesbegutachtungen, Gutachter- und Vorschlagstätigkeiten an staatliche Einrichtungen, Entsendungen von Unternehmern in wichtige staatliche Institutionen (wie z. B. Sozialversicherungsträger, Gerichte, AMS, Wirtschaftsförderung usw.), die berufliche Weiterbildung, Lehrverträge, Lehrlings‑, Unternehmer- und Meisterprüfungen, AußenwirtschaftsCentern, Gründerberatung usw. Alle diese Aufgaben erledigt dann nicht mehr Ihre Wirtschaftskammer, sondern der Staat. Oder auch nicht. Wollen Sie das?

Knusperstube, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk
Nein, tut sie nicht. Die wenigen großen Umlagenzahler würden ihre Kammerbeiträge lieber heute als morgen in eigene Industrie- und Konzernverbände stecken. Und die vielen Kleinen würden ohne eine starke Stimme, ohne Vertretung und ohne Service dastehen. Denn nur die Beiträge der Großen ermöglichen die Finanzierung vieler Leistungen für die Kleinen.
Dafür verschafft uns die demokratische Kraft der vielen Kleinen die starke Stimme und den Einfluss auch für die Großen. Und nur gemeinsam stellen wir sicher, dass alle, die von den vielfältigen Erfolgen unserer Arbeit profitieren, auch dazu beitragen. Also: Ohne Pflichtmitgliedschaft keine Kammer, keine Unternehmerlobby und kein Service für Sie. Wer Ihnen etwas anderes einreden will, steht nicht auf Ihrer Seite.

COBIS Vermögensberatung und Versicherungsmakler GmbH, Obmann der Bezirksstelle Klagenfurt-Stadt
Niemals. Die Wirtschaftskammer ist eine zeitgemäß geführte Lobbying- und Serviceorganisation, die durch den optimalen Einsatz Ihrer Mitgliedsbeiträge ihre Unabhängigkeit von der Politik bewahrt hat.
Nicht zuletzt deshalb hat sich Ihre Wirtschaftskammerorganisation mehreren grundlegenden Reformen unterzogen und erbringt heute im Vergleich zu früher ein Drittel mehr an Leistungen für eine stark gestiegene Zahl an Mitgliedern bei 30 Prozent geringeren Beiträgen. Allein in Kärnten haben wir seit der Jahrtausendwende 60 Millionen Euro in Bildungseinrichtungen wie das WIFI, das Test- und Ausbildungszentrum (TAZ), das neue Testcenter Carinthia (TCC), das Technikzentrum, den Lehrbauhof, die Frisör‑, Dachdecker‑, Fleischer- und andere Lehrwerkstätten mit modernster Ausstattung auch in den Bezirken investiert.

Vorstandsdirektor der Raiffeisen Landesbank Kärnten, Finanzreferent der WK Kärnten und Obmann der Sparte Bank und Versicherung
Das tun sie nicht. Ein-Personen-Unternehmen (EPU) und Kleinbetriebe – das sind rund 90 Prozent aller Kammermitglieder – zahlen lediglich die sogenannte Grundumlage. Sie kommt ausschließlich der eigenen Fachgruppe, Innung oder dem Gremium zugute und beträgt durchschnittlich 220 Euro im Jahr. Die Höhe dieses Beitrags legen übrigens Ihre Branchenkollegen selbst fest.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Außenwirtschaft oder die Öffentlichkeitsarbeit der Kammer werden aus den beiden Kammerumlagen (KU1+2) finanziert. Insgesamt betragen die Kammermitgliedsbeiträge nur etwa 0,5 Prozent aller Steuern und Abgaben, die ein Unternehmen zahlt. Dafür profitieren alle heimischen Unternehmen von sämtlichen Serviceangeboten der WK Kärnten, von ihrem Lobbying und dem Know-how der österreichweit 4.000 Experten in allen Fachbereichen und 80 AußenwirtschaftsCentern weltweit.

TriSpirit Consulting, Vorsitzende EPU-Beirat
Kein Einziger. In der Wirtschaftskammer Kärnten arbeiten ausschließlich nach ASVG angestellte und nach dem privatwirtschaftlichen Umfeld entlohnte Mitarbeiter. Privilegien wie Pragmatisierungen und Zusatzpensionen gibt es schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Die „Kämmerer“ von heute sind durch die Bank bestausgebildete, engagierte Spezialisten ihres Faches, die sich ernsthaft um Verbesserungen bei den Rahmenbedingungen für erfolgreiches Unternehmertum bemühen: Besonders im Servicezentrum und in den Sparten und Fachorganisationen sind wir stolz auf das Know-how und die Freude, mit der unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeden Tag ans Werk gehen. Sie erbringen pro Jahr Beratungsleistungen für Kärntner Unternehmen im Wert von 33,4 Millionen Euro – mehr, als die Wirtschaftskammer Kärnten an Mitgliedsbeiträgen einnimmt.

Direktor der Wirtschaftskammer Kärnten
Eine absurde Unterstellung. Eine Kammerfunktion können nur aktive Unternehmerinnen und Unternehmer ausüben, die sich neben ihrer Firma zumeist ehrenamtlich für ihre Standesvertretung einsetzen. Vom Ausschussmitglied bis zum Kammerpräsidenten gibt es keinen einzigen Berufsfunktionär. Die Kammerorganisation wirkt vielleicht auf den ersten Blick komplex, aber die Wirtschaft ist eben vielfältig: Rund 900 solche ehrenamtlichen „Funktionäre und Funktionärinnen“ in 63 Fachorganisationen und sieben Sparten gibt es daher allein in Kärnten.
Eine Aufwandsentschädigung erhalten nur Spitzenfunktionäre, die aber neben ihrer Unternehmeraufgabe auch einen großen Teil ihrer Freizeit für die Standesvertretung aufwenden. Beim Präsidenten – ein Vollzeitjob – macht das beispielsweise rund 6.000 Euro aus – brutto, zwölfmal jährlich, ohne Pensionsansprüche. Die hat es für Funktionäre der Wirtschaftskammer Kärnten noch nie gegeben.

Gasthaus Messnerei GmbH, Obmann der Fachgruppe Gastronomie
Gern erzählt, weit verbreitet – und doch falsch: In der direkten Demokratie der Wirtschaftskammer ist jedes Unternehmen gleich viel wert. Und weil 98 Prozent der Kärntner Betriebe über weniger als zehn Mitarbeiter verfügen, haben in allen Organen der Wirtschaftskammer die Kleinst‑, Klein- und Mittelbetriebe das Sagen. Wie sehr wir uns um sie kümmern, lässt sich schon an unseren etwa 380 Veranstaltungen im Jahr ablesen, die sich überwiegend an Kleinst- und Kleinbetriebe richten, vom Super-Spezialtraining für KMU bis zur EPU-Weihnachtsfeier. Für die kleineren Mitglieder hat die Wirtschaftskammer auch ihre größten Erfolge erzielt: Steuerentlastung wie beim Weihnachts- und Urlaubsgeld, Abfertigung und Arbeitslosengeld für die soziale Absicherung der Unternehmer, die Büropauschale für EPU oder die erhöhte Umsatzsteuergrenze für Kleinunternehmen. Sogar unsere Kärntner Vizepräsidentin in der WKO, Carmen Goby, ist eine Einzelkämpferin und vertritt die EPU an der Spitze der Wirtschaftskammer Österreich.

TourGenuss, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Kärnten
Auch nicht wahr: Die Kärntner Leitbetriebe, um die sich viele kleine und mittelständische Unternehmen scharen, sind nicht nur für den Wirtschafts- und Lebensstandort unverzichtbar. Sie spielen auch für die Wirtschaftskammer eine große Rolle. Deshalb setzen wir uns für ihre speziellen Anliegen gegenüber der Politik ein oder unterstützen beispielsweise die International School in Velden mit 400.000 Euro pro Jahr, damit Kärntens Industrie für globale Spezialisten ein attraktiver Arbeitgeber sein kann. Und vom sozialen Frieden, den niedrigsten Streikquoten Europas, den Flächenkollektivverträgen oder der erfolgreichen Außenwirtschaftsorganisation profitiert die Industrie besonders stark, ebenso vom Bildungsengagement: 60 Millionen Euro hat die Wirtschaftskammer Kärnten in den vergangenen Jahren in modernste Bildungseinrichtungen (WIFI, TAZ, TCC, Lehrwerkstätten etc.) investiert und damit dazu beigetragen, den Fachkräftemangel der Industrie zu lindern.

cms electronics gmbh, Obmann der Sparte Industrie
Voll daneben. Im Schulterschluss, manchmal auch im Konflikt mit der Landespolitik, gelingen uns Meilensteine wie die Errichtung des Testcenter Carinthia (TCC) oder die gemeinsam mit dem Land Kärnten finanzierte Exportoffensive. Die Koalition in Kärnten hat sich – auf Druck der WK – sogar im Regierungsprogramm zum Ziel gesetzt, Kärnten zum unternehmerfreundlichsten Bundesland Österreichs zu machen. Die auf unser Drängen eingeführte Wirtschaftsombudsstelle und unser aktuelles Standortprogramm für Beschäftigungs- und Wirtschaftspolitik weisen den Weg dorthin. Viele wichtige Entscheidungen fallen auf Bundesebene, wo die WKO für den Wirtschaftsstandort kämpft: Etwa bei mehr sozialer Sicherheit für kleinere Unternehmer, bei der Abwehr der Erbschaftssteuer, der Schaffung von höheren Anreizen für Investitionen, der Modernisierung der Gewerbeordnung oder bei der Arbeitszeitflexibilisierung. Wenn Sie’s genau wissen wollen: wko.at/erfolge. Sie werden staunen.

Oswald GmbH, Obmann der Bezirksstelle Wolfsberg
Eine Schutzbehauptung. Das sagen oft jene, die sich in Wahrheit mit ihrer Standesvertretung gar nicht beschäftigen wollen. Denn Sie werden kaum eine demokratischere Organisation finden als die Wirtschaftskammer. In der Urwahl wählen alle fünf Jahre alle Unternehmer ihre Vertreter in der eigenen Fachgruppe. Deren gewählte Repräsentanten entscheiden über die Zusammensetzung des Wirtschaftsparlaments und letztendlich über die Wahl des Präsidenten.
Wer sich aktiv einbringt und in seiner Berufsvertretung engagiert, kann bald mit der Wahl in höhere und höchste Positionen in der Fachorganisation, in der Sparte der Wirtschaftskammer oder auch in einem Fachverband auf Bundesebene rechnen. Viele namhafte Unternehmer haben ihre standespolitische Laufbahn in ihrer Fachgruppe begonnen – warum nicht auch Sie? Sie sind herzlich willkommen!

Farbenzentrum Raimund Haberl GmbH, Obmann der Sparte Handel
So einen Unfug erzählen nur jene Parteien und Organisationen, die Ihre unbequeme, weil finanziell von der Politik unabhängige Interessenvertretung aus dem Weg räumen wollen. Fast zwei Drittel der rund zwei Milliarden Euro an „Rücklagen“ entfallen auf Anlagevermögen – etwa in Form von Bürogeb.uden der Bundes- und Landeskammern, der Bezirksstellen, der AußenwirtschaftsCenter sowie auf die Bildungseinrichtungen der Wirtschaftsförderungsinstitute (WIFI), der Technikzentren und Lehrwerkstätten. Weitere Rücklagen liegen in den rechtlich selbstständigen Fachorganisationen. Der Rest von 780 Mio. Euro setzt sich wie folgt zusammen:
• Ausgleichsrücklagen (301 Mio. Euro): Sie sollen laut Haushaltsordnung den Personal- und Sachaufwand für ein Jahr abdecken, damit die Wirtschaftskammer auch in Krisenzeiten für ihre Mitglieder handlungsfähig bleibt. Die WK Kärnten liegt hier beispielsweise nur bei rund 78 Prozent – mit sinkender Tendenz.
• Zweckgewidmete Rücklagen (479 Mio. Euro): Sie ermöglichen mehrjährige Investitionen, etwa in WIFI-Standorte, Testcenter, AußenwirtschaftsCenter, Bildungsprogramme oder Fördermaßnahmen für international ausgerichtete Unternehmen.

Fahrschule Alpenland, Obfrau der Sparte Transport und Verkehr
Eine schwere Fehleinschätzung. In unsicheren Zeiten ist eine gemeinsame Plattform von Arbeitgebern und Arbeitnehmern noch wichtiger. Anderswo findet der Klassenkampf bei Streiks und auf der Straße statt, in Österreich am Verhandlungstisch. Den breiten Wohlstand verdanken Herr und Frau Österreicher genau dieser auf konstruktiven Ausgleich bedachten Organisation – und deshalb ist sie kein Auslauf‑, sondern ein Zukunftsmodell: Wer sonst soll denn die enormen Herausforderungen der Digitalisierung, des gesellschaftlichen, geopolitischen, ökologischen und ökonomischen Wandels für unsere Gesellschaft von einem disruptiven Ereignis in einen evolutionären Prozess verwandeln, wenn nicht die gewählten Vertreterinnen und Vertreter von Arbeitgeber und Arbeitnehmerseite?

Expert Sabitzer Livingstyle GmbH, Obmann der Bezirksstelle St. Veit an der Glan
Offenlegung nach § 25 Mediengesetz
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